Aleksander Huber

Strategie

Physik ist die Grundlage, auf der sich der Mensch bewegt. Sie kann also den Menschen nicht nicht beachten. Umgekehrt hat der Mensch die Möglichkeit, die physikalischen Grundlagen nicht zu beachten. Davon macht er bevorzugt Gebrauch.

Die Motivation des Menschen besteht aus drei Komponenten: Ratio  [bewusste Handlungsanweisung der Vernunft], Intuition [unterbewusste Handlungsanweisung der Vernunft] und Emotion. Letztere entsteht im Metabolismus an der Stelle, wo dessen Betriebsstoffe [Hormone] zu Gedanken kondensieren.

Der Mensch ist ein offenes System, das in permanentem Austausch mit seiner Umgebung steht. Er reagiert permanent auf die StressReize seiner Außenwelt. Jenes GedankenKondensat entsteht indirekt und unabhängig von den Fakten. Dessen Grundsubstanz zeigt sich im FußballStadion: Schießt die eigene Mannschaft ein Tor, so bricht Jubel aus. Bekommt sie den Ball ins eigene Tor, so wird eventuell zugeschlagen. Im Ganzen begrenzt die Tätigkeit des FußballZuschauens den Zuschauer und produziert keine Konstruktivsten, sondern Destruktivismen.

Nehmen wir an, wir wollen auf einer Wanderung einen Bach überqueren. Ratio und Intuition überprüfen unseren körperlichen Zustand, unsere Ausrüstung (Schuhe), die Beschaffenheit des Bodens, den genauen Weg von Stein zu Stein. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass ein Sprung zu riskant wäre, stattdessen besser ein Umweg in Kauf zu nehmen ist. Und nun kommt die Emotion ins Spiel die sagt, „die Fakten interessieren mich nicht, ich will hier, jetzt und irgendwie diesen Fluß hinter mich bringen.“ Die Vernunft wird überstimmt und das Unheil nimmt dann im wörtlichen Sinn seinen Lauf.

Die LösungsStrategie besteht darin, Intuition und Emotion nicht länger synonym zu verwenden. Die Emotion ignoriert die Sache und schafft immer neue Bedürfnisse. Die Intuition entspricht dem Gespür und hält sich an den Bedarf. Sie wirkt, wenn die Emotion unbeschadet umrundet wird. Hinterher können Gefühle als konstruktive Belohnung nachgeholt werden. Der Mensch wird so von Gefühlen begleitet, nicht aber geleitet und auch nicht von seinem Weg abgebracht. Der Sache wird nichts hinzugefügt, was sie nicht enthält. Sie dient nicht länger als Mittel zum Zweck der Abreaktion von Befindlichkeiten.